

Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 geführt und forderte weltweit rund 17 Millionen Menschenleben. Es war der erste Krieg, der mit massivem Materialeinsatz (Artillerie, Flugzeuge, Luftschiffe) und mit Massenvernichtungs-Waffen (Giftgas) geführt wurde.
Da es weder die Waffentechnik noch die taktischen und strategischen Voraussetzungen für einen Bewegungskrieg gab, entwickelte sich bald an fast allen Fronten ein zermürbender Stellungskrieg. Vor allem auf den Schlachtfeldern fielen auf beiden Seiten Millionen Soldaten, ohne dass sich die militärische Lage kriegsentscheidend änderte.[1] Es kann nachgewiesen werden, dass während des ersten Weltkrieges 115 Lazarettzüge mit insgesamt 11.693 Verwundeten in Tübingen eintrafen.[2] [3]
Auf dem so genannten Kriegerfriedhof im Gräberfeld "S" auf dem Tübinger Stadtfriedhof gibt es zahlreiche Kriegsgräber und eine Gedenkstätte.

Während des Ersten Weltkrieges wurden am 12. Oktober 1916 bei Luftangriffen auf Tübingen in der Hirschgasse mehrere Häuser beschädigt, wobei 5-7 Zivilisten zu Tode kamen.[4]
Ehrenmale für die im 1. Weltkrieg Gefallenen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Kriegerdenkmal in Lustnau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Das ehemalige Ehrenmal für die Gefallenen und Vermissten des 1. Weltkriegs in Lustnau wurde 1923 erbaut und stand auf dem Lustnauer Kirchplatz. Nach dem 2. Weltkrieg wurde zuerst die Büste des behelmten Kriegers durch eine Skulptur von Ugge Bärtle ersetzt. Später wurde das Denkmal abgebrochen, und die Namenstafeln und die Skulptur kamen auf den Lustnauer Friedhof.[5]
Weitere Ehrenmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Ehrenmal des in Tübingen stationierten 10. Württembergischen Infanterieregiments Nr. 180 in der Steinlachallee
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Schlachten des Ersten Weltkrieges, an denen das 10. Württembergische Infanterieregiment teilgenommen hat
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Studentenverbindungen Straßburger Germania und Straßburger Arminia am Volkstrauertag 2007 beim Ehrenmal auf der Eberhardshöhe
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Mittelpaneel des Ehrenmals auf der Eberhardshöhe
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Kriegerdenkmal in der Jakobuskirche
Fotos aus der Ausstellung im Stadtmuseum[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Soldat des Infanterieregiments 180 vor Alter Kaserne
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Burschenschaftler der Germania Tübingen
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Tübinger Hof in Ligny Thilloy, besetzte Gaststätte der deutschen Etappe
Lazarette in Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
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Normannenhaus Tübingen, Abteilung für Kieferverletzte
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Weihnachten im Kriegslazarett in der Tübinger Frauenklinik, 1914
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Lazarett in Tübingen
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Derendinger Haus in Tübingen als Hilfslazarett
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Verwundete Soldaten des Ersten Weltkrieges in einem Tübinger Lazarett
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Matthäus Sessler aus Bickelsberg im Tübinger Lazarett
Glocken im Kreis Tübingen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
Die Die Glocken im Kreis Tübingen und Umgebung wurden während des Ersten Weltkrieges beschlagnahmt und eingeschmolzen, um das Messing für Geschosshülsen wiederzuverwenden. Einige Glocken wurden zuvor fotografiert:
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Glocken aus dem Kreis Tübingen vor dem Abtransport
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Totenglocke im Turm der Stiftskirche von Tübingen
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Glocke von Lustnau
Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- Tübingen im Ersten Weltkrieg (pdf), tuebingen.de/stadtchronik
- Tübinger Hochschullehrer im Ersten Weltkrieg.
- Sites of Memory in Tuebingen: Historical Markers, Memorials, Monuments, and Cemeteries. Auf Englisch.
Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]
- ↑ Erster Weltkrieg auf Wikipedia.
- ↑ Vor hundert Jahren plante Carl Bosch den Güterbahnhof.
- ↑ Güter, Gleise, Menschenleben: Stadtarchivar Udo Rauch führte durch den Güterbahnhof. Tagblatt, 21. September 2011.
- ↑ Geschichte der Hirschgasse.
- ↑ TSV Lustnau 1888, Festschrift 125 Jahre, 2013.